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Der 4. Kieler Woche Ocean Jump powered by Vodafone

Radfahrer wirbeln durch die Luft, Windskater fliegen im hohen Bogen in die Kieler Förde, zufällig vorbeikommenden Spaziergängern stockt der Atem bei diesem Naturereignis. Doch es ist kein banaler Sturm der diesen Ausnahmezustand auslöst, sondern ein Orkan ganz besonderen Kalibers: was hier passiert nennt sich „Kieler Woche Ocean Jump“!

Der Ocean Jump findet 2009 bereits zum vierten Male statt, und hat sich zu einem der größten Ereignisse der Kieler Woche gemausert. Zehntausende Zuschauer zieht es Jahr für Jahr an den Germaniahafen, und sie bekommen stets eine Show präsentiert, die weltweit einzigartig ist. Handverlesene Biker und Windskater schießen sich über eine monströse Rampe bis zu zwölf Meter hoch in die Luft, um nach einem Trickfeuerwerk unter dem Applaus des Publikums in der Kieler Förde zu landen.

Die Einmaligkeit des Events sowie das internationale Fahrerfeld brachten die Organisatoren dazu den nächsten logischen Schritt zu gehen: beim Kieler Woche Ocean Jump 2009 wird offiziell um den Weltmeistertitel gekämpft!

Doch der Kampf der Titanen ist nicht nur ein Kampf um die Weltmeisterkrone, sondern auch ein Vergleich der Systeme: Wer hat die cooleren, kreativeren, talentierteren Fahrer? Die Windskater oder die Biker? Wer springt höher, weiter, spektakuläre? Wird der Sieger am Ende auf zwei Rädern unterwegs sein oder auf vieren? Denn der Ocean Jump ist auch ein Battle zweier führender Funsportmagazine, dem „pedaliéro – Magazin für Geländeradsport“ und dem „Windsurfing Journal“. Der verlagsinterne Machtkampf wird alljährlich auf der Kieler Woche entschieden, wer hier gewinnt hat ein Jahr lang Narrenfreiheit im eigenen Hause!

Für zwei Kieler Unternehmen gibt es natürlich keinen besseren Rahmen als die Kieler Woche für solch einen Wettbewerb. Wurde 2006 beim ersten Ocean Jump noch der Querkai der Förde als Austragungsort gewählt, fand bereits im folgenden Jahr der Umzug in den Germania Hafen statt, der sich seitdem als großartige Location erweist. Die tribünenartig abfallenden Grasflächen um den Hafen herum bieten perfekte Sitzmöglichkeiten für mehrere Tausend Zuschauer und vermitteln ein echtes Stadionfeeling. Die frenetischen Fans spornen die Fahrer zu Höchstleitungen an, die sich tagsüber dem sportlichen Wettbewerb stellen. Wenn sich die Sonne schließlich verabschiedet kommt es zu einem weiteren absoluten Highlight: dem Nachtspringen. Begleitet von Feuerfontänen, Raketen und diversen Pyroeffekten stürzen sich die wagemutigen Fahrer die Rampe hinunter, das dunkle Wasser verschluckt sie wie ein Moor. Allein zwischen Rauchschwaden und Lichtblitzen denn Weg nach unten zu finden ist schon eine große Kunst, man kann aber sich sein: runter kommen sie immer.

Während in den ersten beiden Jahren die Biker den Sieg in ihre Redaktion holten, gewann im letzten Jahr zum ersten Mal ein Windskater den Ocean-Jump. Kein geringerer als Alexander Lehmann, Tausendsassa und Verlagschef in Personalunion, stand am Ende auf dem höchsten aller Treppchen und reckte den Pokal in den Kieler Abendhimmel.

„Wir haben im 2008 verdient gewonnen und auch dieses Jahr werden wir das Ding locker nach Hause holen!“ gibt sich Alexander Lehmann, Chefredakteur des Windsurfing-Journal gewohnt angriffslustig. “Da brauchen sich die Zweiradkünstler von drüben gar keine Hoffnung zu machen!“ „Hochmut kommt vor dem Fall. „ kontert dagegen sein Gegenspieler Andreas Sawitzki, Chefredakteur des pedaliéro, „Wir hatten im letzten Jahr Verletzungspech, in diesem Jahr werden wir absolute Topfahrer am Start haben. Wir werden den Pokal den Händen der Wassertänzer entreißen, und ihn zurück in unsere kuschelige Redaktion holen!“

Man sieht also, der Kieler Woche Ocean Jump 2009 verspricht eine heiße Geschichte zu werden. Die besten Fahrer aus Deutschland und weiten Teilen der Welt werden an den Start gehen um den Zuschauern abermals ein unvergessliches Spektakel zu präsentieren.

Also nix wie hin zum Germania Hafen, es wartet eine atemberaubende Show, gute Musik und tolle Stimmung!

 

 


 

WINDSKATER GEGEN MOUNTAINBIKER! FREE_MAGAZIN GEGEN DAS PEDALIERO-MOUNTAINBIKE MAGAZIN. ZUM ZWEITEN MAL FAND DER KAMPF DER TITANEN IM RAHMEN DER GRÖSSTEN SEGELVERANSTALTUNG DER WELT, DER KIELER WOCHE, DIREKT IN DER KIELER CITY AN DER HÖRN STATT. ZWEI TAGE LANG GABEN DIE KONTRAHENTEN ALLES, UM DEN TITEL IN IHR LAGER ZU HOLEN. DIE WINDSKATER FUHREN IM WAHRSTEN SINNE DES WORTES UM IHR LEBEN, ABER DIE JUNGS MIT DEN STÜTZRÄDERN HATTEN AM ENDE WIEDER DIE NASE VORN.

Donnerstag, 14. Juni 2007. Immerhin satte zwei Tage vor Eventbeginn bauten die Veranstalter zum ersten Mal die Rampen an der neuen Location, dem Germaniahafen direkt in der Kieler Innenstadt, auf. Es galt herauszufinden, ob die Konstruktion, die in nächtelanger Arbeit am Reißbrett entworfen wurde, auch in Natura funktioniert. Steiler und schneller sollten die Anfahrtsrampen dieses Jahr werden, damit sich gerade die Windskater mit noch mehr Speed über den knapp eineinhalb Meter hohen Kicker in die Kieler Förde katapultieren können. Steil waren sie. Und schnell auch…

Samstag, 16. Juni 2007. Das Wetter hielt, was es der Kieler Woche seit Jahren verspricht. Wechselhaft mit Schauern, mäßiger Wind aus West. Der auf 13:00 Uhr angesetzte Starttermin des Invitational-Events fiel regelrecht ins Wasser. Die Organisatoren entschieden, den Event erst am späten Nachmittag zu starten. Alle erdenklichen Meteorologen prophezeiten Wetterbesserung. Und sie sollten Rechtbehalten.

Als die Fahrer kurz nach fünf Uhr zum ersten Mal über die Rampe schossen, riss der Himmel auf und das eigens engagierte Wimbledon-Planen-Abdeckteam konnte Feierabend machen.Durch den späteren Starttermin entschied das Orga- Team um Chefkoordinator Tim Jacobsen, den Samstag als reinen Warm-Up-Tag zu nutzen, damit sich alle Fahreran die neue Konstruktion gewöhnen konnten.

Diese Entscheidung war goldrichtig, denn die Rampe hatte es in sich. Die Übergänge zwischen den einzelnen Elementen waren gelinde gesagt anspruchsvoll zu überwinden und so hatten insbesondere die Windskater große Mühe, den Kicker aufrecht zu erreichen. Zu allem Überfluss wurde auch die Oberfläche der Rampe von Sprung zu Sprung rutschiger. Die nassen Arbeitsgeräte samt Fahrer tropften die Konstruktion trotz vorhandenem Teppich im Startbereich unvorhergesehen stark voll.

Mit zahlreichen Protektoren ausgestattet ging es für die Windskater als Erstes nur auf dem Skateboard die Rampe runter. Die natürliche Auslese nahm ihren Lauf. Wie anspruchsvoll die Konstruktion wirklich war, zeigte sich nach dem ersten Versuch des Vorjahresvizechampions Till Barth, der für den Absprung über den Kicker nicht das Skateboard, sondern seinen kompletten Körper nutzte. Beim Drittplatzierten aus dem Vorjahr, Torben Sonntag, der auf dem Wasser anerkannter Maßen zu den besten Windsurfern Deutschlands gehört, sah es nicht viel besser aus. Jan Hendrik Bendt, Michi Trapp, Tilo Eber, Gereon Gollan, Leon Jamaer und Chris Oeser: alle hatten ihre liebe Mühe mit der Ocean Jump Konstruktion. Und so ging der erste Tag für die Windskater relativ erfolglos zu Ende.

Zum Glück siegte bei allen Fahrern die Vernunft, sodass sich alle für ihre Gesundheit und gegen weitere Versuche entschieden. Spektakulär ging der erste Tag trotzdem zu Ende. Zigtausend Besucher versammelten sich um das arenaartige Hafenbecken zur ultimativen Nachtshow des zweiten Kieler Woche Ocean Jumps. Mit Feuer, Nebel und Lichteffekten ging der erste Tag zu Ende.

Sonntag, 17.Juni 2007. Eine Frage beschäftigte das Orga- Team die ganze Nacht: wie bekommen wir die Rampe auch für die Windskater befahrbar? Nachdem der erste Tag gezeigt hatte, dass vor allem die Rutschigkeit ein Hauptproblem darstellte, lag die Lösung auf der Hand: Standlack! Aber wo bekommt man auf einem Sonntagmorgen zur Kieler Woche 10 kg Polyesterharz samt Härter her? Ein gutesTeam besteht aus einem Anwalt, einem Arzt und einem…? Bootsbauer!

Tim „Geddo“ Müller, seines Zeichen Azubi bei der Schiffswerft Laboe, öffnete uns die Türen zu dem geliebten Schnüffelstoff. Gegen Mittag konnte die Rampe also präpariert werden. Einstreichen, Sand drauf, abwarten, abfegen.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Einen Schönheitswettbewerb hätte die Rampe nun zwar nicht mehr gewonnen, jedoch hatte sie nun endlich genug Grip, um auch die Windskater heil bis zum Kicker zu bringen. Leon Jamaer, Chris Oeser und Alexander Lehmann hielten nun also am Sonntag die Fahne für die Windskater hoch,der Event konnte beginnen.

 

Für das Finale konnten sich von den 12 Bikern sechs qualifizieren. Die drei Windskater waren gesetzt. Unter den Drahteseldomteuren befanden sich große Namen, wie beispielsweise der Weltmeister in der Halfpipe von 1991, der schätzungsweise 100 Jahre alte Eddy Maczuga. Auch der Vorjahres Sieger Marcel Profittlich war wieder am Start. Die Windskater staunten nicht schlecht als sie sahen, was dieses Jahr bei den Bikern abging. War der Siegersprung aus dem Vorjahr noch ein einfacher Frontflip, zeigten dieses Jahr einige der Freizeitliegefahrradfahrer diesen Sprung freihändig, auch Backflips wurden auf einmal freihändig oder gar doppelt gesprungen und somit hatte der Gesamteindruck der Jungs, die sich gerne auch mal die Beine rasieren, nichts mehr mit dem luschenhaften Auftritt vom letzten Jahr gemein.

Nach zwei Stunden waren die sechs Finalteilnehmer der Biker ausgefahren. Endlich kam es zum Finale! Und die Windskater gaben alles. Chris, der am Vortag regelmäßig den Rampenboden untersuchte, schoss nun, dank des neuen Belags, wenn auch etwas schlingernd, Richtung Rampe und zeigte Flakas und Ponch. Leon war auch nicht wieder zu erkennen. Er landete sauber einen Backloop, versuchte sich am Air Dieter und Crazy Pete. Alexander, der schon am Vortag die Rampe bezwingen konnte, landete einhändige Ponch, Air Dieter oder Clew First Frontloop sauber im Hafenbecken. Nur der doppelte Frontloop blieb ihm verwährt. Er landete zwei Mal unsanft auf seinem Material, aber dank seines Heavy-Duty Wavesegels ohne irgendeinen Schaden.

Zugegebenermaßen zeigten jedoch die Biker in diesem Finale die spektakuläreren Sprünge. Vielleicht lag das auch zum Teil an der geliebten und weit verbreiteten Eigenbluttherapie der Pedaliéros. Allen voran sprang der 19jährige Mattis Hansen aus Flensburg. Seine sauber gelandeten freihändigen Front- und seine Doppelbackflips sorgten für offene Münder bei den Zuschauern und Juroren. Vorjahressieger Marcel Profittlich, ebenfalls 19 und aus Kochendorf, stand ihm in nichts nach und so wurde das Finale eine two-man-Show. Mit einem denkbar knappen Ergebnis (nur ein Punkt Vorsprung) entschied Mattis das Finale für sich. Zweiter wurde Marcel, dicht gefolgt von dem ersten Windskater Alexander.

Chris und Leon landeten auf Platz sieben und acht. Hätten die Juroren berücksichtigt, dass alleine die Anfahrt auf der Rampe für die Windskater ein schwerer Move ist, wären die Platzierungen sicherlich deutlich besser gewesen…

Trotzdem ging in diesem Jahr der Ausgang des Events in Ordnung. Die Menschen, die auch privat nur sehr enge Lycra-Kleidung tragen, haben sich im Gegensatz zum Vorjahr um Welten gesteigert. Da war für die Windskater nicht viel zu machen.

Der Abend endete wie der am Vortag mit einer sensationellen Pyro-Show durch die Jungs von www.stadionanimation.de. Den Besuchern des Kieler Woche Ocean Jumps wurde noch einmal so richtig eingeheizt. Mehrere tausend Zuschauer genossen das Spektakel und so ging der Showevent nach zwei Tagen erfolgreich zu Ende.

Für das kommende Jahr haben sich die Veranstalter bereits eine Konstruktion überlegt, die den Event von Anfang an für die Windskater möglich machen wird. Du solltest dir also schon einmal das erste Wochenende der Kieler Woche 2008 rot im Kalender anstreichen. Für alle, die gerne das offizielle Eventmovie zum Kieler Woche Ocean Jump 2007 sehen wollen, empfehlen wir ein Abonnement des Free- Magazins oder von Pedaliéro! In der kommenden Ausgabe bekommen alle, die sich für ein Abo entschlossen haben, kostenlos eine DVD dazu!

Abschließend bedankt sich das Team vom Free-Magazin bei allen, die den Event möglich gemacht haben! Auszugsweise und stellvertretend für alle Helfer und Unterstützer möchten wir hier einige namentlich nennen. Unser Dank gilt allen voran Tim Jacobsen für die tolle Organisation, Herrn Dziobeck vom Hafen und Seemannsamt, Dirk Claus vom Seehafen Kiel, den Sanitätern vor Ort, dem Team der Halle 400, Hallo Pizza für die leckere Fahrerverpflegung, Giant für das tolle Sieger-Mountainbike, den Shisha Dudes für ihren Juroreneinsatz, Kalle, Geddo, die Weisner-Bros, Torben, Tayfun, Michi, Stefan, Luise, Niels, Philipp und Philipp, Yong-Jae, Bulli, Lasse und dem stinkenden Weasel für die Hilfe vor Ort,stellvertretend für alle anderen Fotografen danken wir Lars Wehrmann für die sensationellen Bilder, Schöppi für die zweite Kamera, dem sensationellen DJ Mäusi für die coole Mucke, dem Team von www.stadionanimation.de für den hammermäßigen Sound und vor allem für die sensationelle Pyro-Show an den beiden Abenden, den Multimediastudis Momme, Birthe, Tanja und Sven für den Beitrag und natürlich vielen Dank an alle Fahrer, die den Event mal wieder ein Level höher gepuscht haben! Wir sehen uns zur Kieler Woche 2008!

ENDERGEBNIS:

1. MATTIS HANSEN – BIKER

2. MARCEL PROFITLICH – BIKER

3. ALEXANDER LEHMANN – WINDSKATER

4. SEBASTIAN SCHLECHT – BIKER

5. EDDY MACZUGA – BIKER

6. FRANK LASKE – BIKER

7. CHRIS OESER – WINDSKATER

8. LEON JAMAER – WINDSKATER

9. STEPHAN LÜDKE – BIKER